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Dramaturgie

Der Dramaturg betreut ein vielfältiges Aufgabengebiet und trägt wesentlich zum künstlerischen Profil eines Theaters bei. Er arbeitet in zwei Richtungen. Nach innen - d.h. innerhalb des Theaterbetriebes - sorgt er für eine musik- und literaturkritische Bearbeitung der geplanten Stücke und wirkt an einem ausgewogenen Spielplanentwurf mit. Nach außen - d.h. beim Publikum und der Presse - bemüht er sich um eine Vermittlung der künstlerischen Vorstellungen der künstlerischen Verantwortlichen.

Dramaturgische Arbeit ist bestimmt durch die Lust an der offenen Auseinandersetzung mit Menschen, Texten und deren vielfältige Interpretationsmöglichkeiten. Der Dramaturg sichtet Dramenwerke und beurteilt sie hinsichtlich ihrer Bühnentauglichkeit. Er wählt Stücke aufgrund ihrer ästhetischen, formalen oder inhaltlichen Gestaltung sowie nach Umsetzbarkeit aus und erstellt einen Spielplan. Neben der Mitarbeit an den Strichfassungen, steht die kritische Begleitung des Probenprozesses im Mittelpunkt der dramaturgischen Arbeit. Der Dramaturg pflegt zudem Autoren- und Verlagskontakte, erstellt das Programmheft sowie andere Medien und bietet allen Theatergängern weitere Formate (Einführungsveranstaltung, Publikumsgespräch u.a.), die das Verständnis des Werkes und seiner Interpretation erleichtern.

Die Ausbildung zum Dramaturg umfasst 4 Jahre. Ziel ist es den angehenden Dramaturgen und Dramaturginnen das wissenschaftliche und handwerkliche Rüstzeug zu vermittelt, innerhalb der Abläufe von Theaterproduktionen künstlerisch eigenständig mitarbeiten zu können. Die Erfahrungen und Kompetenzen der Produktionsdramaturgie bilden die Basis der Ausbildung. Im ersten Jahr studieren StudentInnen des Schauspiels, der Regie, der Theaterpädagogik und der Dramaturgie gemeinsam. Es werden Grundkenntnisse in den Bereichen Darstellung, Improvisation, Ensembletraining, Bewegung, Sprechen und Theatergeschichte erlernt. Dieses Jahr schließt mit einer Orientierungsprüfung ab. Es folgt ein dreijähriges theoretisches und praktisches Fachstudium. Dabei werden dramaturgische, theatergeschichtliche und theatermethodische Inhalte verbunden mit Themen aus Philosophie, Psychologie und Ästhetik vermitteln. Die Zusammenarbeit mit den Studiengängen Regie, Schauspiel und Theaterpädagogik ist ein wesentlicher Aspekt der praktischen Ausbildung. Unter kritischer Anleitung künstlerisch erfahrener Dozenten werden die Studierenden an die dramaturgische Theaterarbeit herangeführt und ermutigt, eigene Wege und Umwege zu gehen.

Zentrale Aspekte des Studiums sind:

  • Wissenschaftliche Grundlagen für Schauspiel und Musiktheater (Fachtheorie, Darstellendes Spiel, Körper und Bewegung, Sprache und Stimme)
  • Dramaturgie I (Stücke lesen, Stücke untersuchen auf ihre Spielbarkeit, Spielaktualität, Stückauswahl, Stückgenre, Stückstruktur, Finden von Aussagen, Lesarten,
  • Autorenposition, biografisches wie historisch-politisches, soziales und literarisches Umfeld, Textfassung, Textanalyse, Ausgangs- und Spielsituationen)
  • Begleitung der Semesterinszenierungen
  • Dramaturgie II (Funktion und Geschichte der Dramaturgie, Grundlagen dramaturgischer Analyse, Text- und Umfeld-Erkundungen mit Stücken der Weltdramatik, Methoden dramaturgischen Arbeitens, Aufführungsanalysen, Spielvorgänge, Figurenpositionen, Wirkungsabsichten)
  • Verlags- und Vertragsrecht
  • Dramaturgie III (Praktische Dramaturgiearbeit anhand einer Inszenierung am Theater Ulm oder eines anderen professionellen Theaters)

Welche Voraussetzungen sollten angehende Dramaturgen und Dramaturginnen mitbringen:
Organisationsvermögen, Lernbereitschaft, Durchsetzungsvermögen, Teamfähigkeit, Kontaktfreude, Überzeugungskraft, Gespür für Form und Ästhetik, Fantasie, Sensibilit.

 

  Studiengänge
1 Dramaturgie
2 Theaterpädagogik
3 Regie
4 Schauspiel

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akademietheater ulm:
Telefon 0731 - 38 75 31
Fax:  0731 - 38 85 185
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