Der Prozess

Schauspiel nach dem gleichnamigen Fragment von Franz Kafka für alle Menschen ab 14 Jahren

Josef K. wird eines Morgens in seinem Bett überrascht und verhaftet. Aber warum? Die Wächter nennen keinen Grund, der Aufseher lächelt nur über Herrn K's. Fragen und selbst der Richter erklärt keine Beweggründe. Josef K. beginnt zu forschen. Er nimmt sich einen Anwalt. Befragt seine Bekannten und Kollegen. Doch statt Antworten zu finden, trifft er nur auf Unverständnis, Abwehr und skurrile Menschen, die ihn sehr verwirren. Sein langer Weg, der ihn über viele Stolpersteine der Bürokratie führt und ihm sogar einige Fragen über die Liebe aufbürdet, endet im Staunen, in Nervosität, Unterwerfung und schließlich dem Tod.

„Der Prozess“ ist ein absurder Roman, der die Frage nach dem Grade unserer Fremdbestimmung aufwirft. Der in den tiefen Abgründen der Ungerechtigkeit gräbt. Und der die Menschen, die unsere Gesetze schreiben, als eine Farce inszeniert. Josef K. ist ein Beispiel für einen Mann, der daran scheitert, auf seine Fragen keine Antworten zu bekommen und der sich eingestehen muss, in ein so unnachgiebiges System geworfen worden zu sein, das er gar nicht überleben kann.

Als „Der Prozess“ 1925 von Max Brod aus dem Nachlass des ein Jahr zuvor gestorbenen Dichters herausgegeben wurde, war der Name Franz Kafka nur einem kleinen Kreis von Eingeweihten bekannt. Heute gehören Kafkas Romane und Erzählungen zur Weltliteratur: „Was ursprünglich nur private Niederschrift war, ausdrücklich nicht für die Veröffentlichung bestimmt“, schreibt Walther Killy über den „Prozess“, „wurde zur Figur einer metaphysischen Not, in der sich eine ganze Zeit findet.“

Ensemble: Josef K.: Andreas Laufer / Frau I: Bernadette Hug / Frau II: Katharina Kraul / Mann I: Simon Schmid / Mann II: Tobia Deola / Bühnenbild: Günther Brendel / Regieassistenz: Juliane Putzmann / Theaterpädagogische Begleitung: Anna-Lena Lennermann / Regie: Anna-Lena Henkel

Die Regisseurin Anna-Lena Henkel hat eine abgeschlossene Berufsausbildung in den Fächern Kunstgeschichte und Germanistik und studiert nun im dritten Jahr an der adk-ulm im Fach Regie. Die Bearbeitung und Inszenierung des Romans „Der Prozess“ für die „Junge Bühne im Alten Theater“, ist nach der Komödie „Fisch zu viert“ ihre zweite Arbeit am akademietheater ulm.

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