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Die Geschichte vom armen Müllerburschen, der nach dem Tode seines Vaters nur einen Kater erbt, findet sich in vielen Märchensammlungen, u.a. auch in der Erstausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm 1812. Dass aus diesem Müllersohn ein Graf Carabas wird, in den sich die Königstochter verliebt, ist allein das Verdienst der Inszenierung des Katers. Dieser sorgt nicht nur dafür, dass die königliche Küche mit Rebhühnern und Kaninchen beliefert wird, dass seinem Herren die Kleider beim Baden gestohlen werden, sondern schafft gar Schloss und Land herbei, so dass am Ende einer Hochzeit mit der Königstochter nichts mehr im Wege steht.
Und die Moral von der Geschicht‘: Kleider machen Leute, zumal wenn man einen klugen Kater an der Seite hat.
Mit Witz und Charme, kurz: Esprit, wird das Spiel aus Improvisationen entwickelt. Dazu gehört auch, dass diese wundersame Märchenwelt sich aus musikalischen Strukturen aufbaut: Motive aus den Kompositionen von Telemann, Rossini, Chopin, Verdi werden auf dem Klavier, mit Blockflöten und Gitarre, einer Triangel oder einer schrägen Geige erklingen und eine Handlung voran tragen, die das Ziel hat, auf hohem Niveau jung und alt zu unterhalten.
In der Vergangenheit hat der Regisseur Dr. Manfred Jahnke u.a. mit Inszenierungen wie „Der Sturm“ nach Shakespeare oder „Die Geschichte vom Baum“ Spiel, Spaß und Musik zusammengeführt. Von Hause aus ist er freier Publizist, der sein Wissen in vielen Seminaren an der Theaterakademie adk-ulm, aber auch bei den Theaterwissenschaftlern an der LMU München oder bei den Figurentheaterstudenten an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart vermittelt.
Nach seiner Auseinandersetzung mit drei Projekten zu Kleist und der Revue „Abschied“ kehrt er gerne wieder zum Kindertheater zurück.
Ensemble: Lena Conrad, Tobia Deola, Joanna Gamburzew-Dadoun, Bernadette Hug, Anna-Lena Lennermann, Moritz Mühleck, Birgit Werner / Bühnenbild: Günther Brendel Regiemitarbeit: Sita Vorholzer / Regie: Manfred Jahnke
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